Willkommen beim VCD Regionalverband Bergisches Land e.V.

Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos, mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den VCD aus.
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Donnerstag, 10. Dezember 2020

Elektrische S7 Wuppertal - Remscheid – Solingen

Die S-Bahn-Strecke S7 von Wuppertal Hbf über Remscheid Hbf nach Solingen Hbf wird heute mit Dieseltriebwagen bedient, weil die Strecke nicht durchgehend elektrifiziert ist. Von 41 km Streckenlänge sind nur 5,5 km von Wuppertal Hbf bis W-Oberbarmen mit Oberleitung versehen. Mehrere Faktoren machen eine vollständige Bestückung mit Oberleitung schwierig und teuer:
Die Müngstener Brücke ist dafür nicht ausgelegt und steht unter Denkmalschutz, mehrere Tunnel sind zu eng und mehrere Brücken führen zu niedrig über die Gleise.

Die neue Technologie batterie-elektrischer Züge eröffnet jedoch eine Möglichkeit, die gesamte Strecke evtl. ohne große Investitionen vollelektrisch zu betreiben.

Der VCD Bergisches Land hat von der Bergischen Universität Wuppertal, Lehrstuhl für Elektromobilität, untersuchen lassen, unter welchen Umständen der Einsatz solch neuer Züge auf der S7 möglich wäre. Diese Züge können während der Fahrt unter Oberleitung die eingebauten Batterien (Akkumulatoren) aufladen und dann auf Strecken ohne Oberleitung weiterfahren. Längere Standzeiten zum Aufladen sind somit nicht notwendig. Auf diese Weise werden auch die Batterie-O-Busse (BOB) in Solingen betrieben.

Die Untersuchung hat ergeben, dass der Einsatz batterie-elektrischer Züge im heutigen Betriebskonzept der S7 auch ohne zusätzliche Oberleitungsabschnitte möglich ist. Außer auf dem Streckenabschnitt Wuppertal Hbf – W-Oberbarmen ist auch ein Nachladen während der kurzen Wendezeit am Solinger Hbf möglich.

Das kann als Durchbruch in einer seit 40 Jahren anhaltenden Debatte bezeichnet werden!

Der VCD Bergisches Land hat bereits im August 2020 angeregt. kurzfristig einen Probebetrieb mit solchen Zügen von Remscheid zum Flughafen Düsseldorf Terminal einzurichten. Der VRR hat eine solche Verbindung immer abgelehnt mit dem Hinweis, dass keine Dieseltriebzüge in den Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal einfahren dürften.

Eine Umstellung des gesamten Betriebs auf der S7 von Diesel- auf elektrische Züge erscheint bis 2023 möglich. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein hat bereits mit einer solchen Umstellung begonnen und 55 Züge vom Typ „Flirt Akku“ beim Hersteller Stadler bestellt.

Dienstag, 23. Februar 2016

Solingen: Sonnenenergie soll die Busse der Klingenstadt bewegen |

Wollen Solingens Busse mit Sonnenenergie bewegen: v.li. Conrad Troullier, Andreas Schwarberg, Manfred Krause und Matthias Lenz / Foto: SWS/Christian Beier
Solingen/ Die Stadtwerke Solingen, die Netze Solingen und die Stadt Solingen verfolgen gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern in einem einzigartigen Pilotprojekt das Ziel, den ÖPNV in Solingen zukünftig rein elektrisch und emissionsfrei zu gestalten.Solingen: Sonnenenergie soll die Busse der Klingenstadt bewegen |:


Sonntag, 30. August 2015

Elektromobilität im Solinger ÖPNV

Ansatz des Verkehrsclubs Deutschland Regionalverband Bergisches Land e.V.

Elektromobilität ist in Solingen selbstverständlich

Seit über 60 Jahren sind O-Busse das Rückgrat des Solinger ÖPNV. Täglich werden mit den 50 O-Bussen der Stadtwerke ca. 54.000 Fahrgäste befördert (Zählung 2008). Dies entspricht der Verkehrsleistung von ca. 13.000 privaten Autos. Mit diesem Pfund sollte gewuchert werden. Ersetzten Elektroautos Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, würde das die Belastung der Straßen nicht vermindern. Eine Ausweitung des O-Bus-Verkehrs auf weitere, bisher mit Dieselbussen betriebene Linien wäre hinsichtlich des Klima- und Umweltschutzes wesentlich wirkungsvoller als eine Förderung von Elektroautos. Ein wesentlicher nicht zu vernachlässigender Effekt ist die Verringerung der Lärmemissionen von O-Bussen gegenüber Dieselbussen, besonders an Steigungsstrecken und Haltestellen.
Der VCD Bergisches Land hat in 2012 wissenschaftliche Studien zum O-Bus-Verkehr initiiert. Die beiden Bachelor-Arbeiten an der Universität Wuppertal und der TH Aachen kommen zu dem Schluss, dass der O-Bus-Betrieb in Solingen sowohl aus Umweltsicht als auch finanziell günstiger ist als ein Busverkehr mit Dieselfahrzeugen.

Es freut uns besonders, dass die Stadtwerke Solingen nun die Entwicklung neuer Elektro-Busse vorantreibt.

Diese sollen auch auf nicht mit Oberleitung ausgestatteten Strecken rein elektrisch angetrieben werden – bisher wird das durch zusätzliche Dieselaggregate ermöglicht. Die stattdessen notwendigen Batterien sollen während der Fahrt auf Teilstrecken mit Oberleitung aufgeladen werden. Es erscheint sinnvoll, das Oberleitungsnetz dafür gezielt zu erweitern.

Erweiterung des O-Bus-Netzes in Solingen

Derzeit ist das Stadtgebiet relativ gleichmäßig mit Oberleitungs-Strecken abgedeckt. Dennoch gibt es einige mehr oder weniger lange Linienabschnitte ohne Oberleitung. Diese komplett mit Oberleitung zu versehen, dürfte derzeit weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll sein, da dort zum Teil wenig Busse verkehren.
Am ehesten erscheinen Lückenschlüsse im Oberleitungsnetz dort sinnvoll, wo ein relativ dichtes Fahrtenangebot herrscht, deutliche Steigungen zu bewältigen sind und die Stromversorgung durch vorhandene Unterwerke sichergestellt ist. Dies trifft vor allem auf folgende Strecken zu:
  1. Scheidter Str. - Frankenstr. 
  2. Bebelallee 
  3. Abteiweg – Gerberstr. - Huttenstr. 
  4. Klingenstr.
Diese Strecken werden heute überwiegend von den Linien 693 und 695 befahren. Es wäre daher sinnvoll, auf diesen Linien mit den neuen Bussen zu experimentieren. Dort dürfte es nach dem Ausbau des Oberleitungsnetzes möglich sein, mit geringem Batterieeinsatz die übrigen, nicht mit Oberleitung versehenen Abschnitte zu überbrücken.
Mit den vorgenannten Ergänzungen erscheint es möglich, ca. 90% des gesamten Busverkehrs in Solingen rein elektrisch zu betreiben. Problematisch blieben die Abschnitte
Aufderhöhe – Höhscheid,
Hauptbahnhof - Aufderhöhe – Rupelrath,
Aufderhöhe – Hauptbahnhof – St.-Lukas-Klinik,
Kannenhof – Stadtmitte und
Katternberg – Stadtmitte.
Bis auf den relativ kurzen Abschnitt Hauptbahnhof – Aufderhöhe (Siebels) dürfte dort eine Strecken-Elektrifizierung in näherer Zukunft unwirtschaftlich sein.

Erweiterung des O-Bus-Netzes über Solingen hinaus

Bereits heute fahren die Solinger O-Busse nach Wuppertal-Vohwinkel. Dort wäre es am leichtesten, mit weiteren Strecken anzuknüpfen. In Europa gibt es viele Beispiele, wo O-Bus-Netze ausgebaut werden. Die damit häufig verbundenen Genehmigungsprobleme kann man, wie in Landskrona (Schweden), dadurch umgehen, dass man die Masten der Straßenbeleuchtung für die Aufhängung der Oberleitung nutzt.
Selbstverständlich wäre auch in Remscheid der Aufbau eines O-Bus-Netzes wegen der ähnlichen Topographie und zur Reduzierung der Lärmbelastung sinnvoll. Damit könnte das Bergische Land in Deutschland eine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität übernehmen.

Montag, 11. August 2014

Uni-Arbeiten geben dem O-Bus gute Noten - solinger-tageblatt.de

VERKEHRSCLUB Studien bescheinigen viele Vorteile.

Eine Lanze für den O-Bus bricht der Regionalverband des Verkehrsclubs Deutschland. Er hat an den Universitäten Wuppertal und Aachen Bachelor-Arbeiten in Auftrag gegeben, die sich um die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Auswirkungen des O-Bus-Einsatzes im Bergischen Land drehen. „Herausgekommen ist eine wissenschaftliche Bewertung“, sagt Helmut Ruppert vom VCD-Regionalverband: „Energieeinsparungen bis zu 30 Prozent sind möglich.“

Beim Vergleich von O-Bussen und Dieselbussen punktet das Stangen-Taxi bei der Energieeffizienz. Ruppert: „Das Bergische Land ist für den Einsatz von Fahrzeugen prädestiniert, die beim Bergabfahren die gespeicherte Höhenenergie nutzen können und sie nicht durch Bremsen direkt in Wärme umwandeln müssen.“ Noch könne die Bremsenergie nicht wirtschaftlich gespeichert werden. „Aber durch direkte Rückspeisung von Elektrizität ins Netz ist das technisch und wirtschaftlich praktikabel“ – wie eben beim O-Bus, dessen Fahrmotoren als Generatoren geschaltet würden.

Laut den Studien gibt es – mit Ausnahme der Investitionskosten – nur Vorteile für Nutzer und Betreiber: „erheblich“ geringere Energiekosten, weniger Lärmbelastung, keine Abgase, geringere Instandhaltungskosten sowie höhere Nutzungsdauer als beim Dieselbus und eine höhere Akzeptanz bei der Bevölkerung. flm

Sonntag, 14. Juli 2013

"Mit dem Fahrrad durch 6 Städte" am 21. Juli

Balkantrassenradweg
Beginn des Fuß- und Radwegs in Lennep, zwischen
den Gleisen und den Zelten; Blickrichtung Wermelskirchen
Die „Balkantrasse“ und das „Wasserquintett“ sind zu attraktiven Ausflugszielen unserer Region geworden und bieten zahlreiche Aktivmöglichkeiten. Ziel ist es deshalb, die beiden Bahntrassen und die anliegenden Städte mit all´ ihren Sehenswürdigkeiten auch überregional bekannt zu machen.
Um das zu erreichen, veranstalten die 6 Städte Remscheid, Radevormwald, Hückeswagen, Wermelskirchen, Wipperfürth und Burscheid am 21. Juli von 11 bis 18 Uhr an den Trassen einen Aktionstag unter dem Motto "Mit dem Fahrrad durch 6 Städte".
"Mit dem Fahrrad durch 6 Städte" am 21. Juli | Pressemitteilung

BERGISCHER TRASSENVERBUND // EINLADUNG ZUM VERNETZEN - 15.07.2013 // 14:30 - 17:30 UHR

Wuppertal Mirker Bahnhof 0018
Der ehemalige Mirker Bahnhof beherbergt "Utopiastadt",
 ein Kreativnetzwerk mit Büros, Ateliers und 
Coworking Space
12.07.2013 – Die Radwege auf den ehemaligen Bahntrassen im Bergischen Städtedreieck sind zu einem attraktiven Routenangebot zusammengewachsen. Jetzt sollen auch die Erlebnisse an den Trassen entwickelt, verknüpft und vermarktet werden. Die Bergische Entwicklungsagentur lädt dazu in Utopiastadt am Bahnhof Mirke.

Tourenangebote, Fahrradverleih und -service, E-Bike-Angebote, Gastronomie, Kultur, Sport und vieles mehr müssen nun entlang der Trassen entstehen, um das touristische Potential, das in ihnen steckt, wirklich auszuschöpfen.
Davon sollen alle Akteure profitieren: An Nordbahntrasse, Sambatrasse, Korkenziehertrasse, Bergbahntrasse und Trasse des Werkzeugs, die in ihrer Verknüpfung gemeinsam den Bergischen Trassenverbund bilden. Dieser wiederum ist eingebunden in die Panorama-Radwege zwischen Rhein, Ruhr und Sieg – ein wirklich großes Potential.
Die Bergische Entwicklungsagentur hat daher alle Akteure entlang der Trassen zu einem großen Netzwerktreffen eingeladen.
... Das Bergische Städtedreieck – Unternehmerregion Wuppertal Solingen Remscheid

Montag, 14. Mai 2012

100 Elektrofahrzeuge für Wuppertal

Jörg Heynkes, der Chef der Villa Media und aktives Mitglied im Bundesverband eMobilität, hatte die Idee – das Netzwerk Wuppertalaktiv setzt sie nun gemeinsam mit ihm um: 100 Elektrofahrzeuge sollen in der nächsten Zeit zusätzlich auf Wuppertals Straßen unterwegs sein – 25 sind schon fest zugesagt. Dabei geht es den Netzwerkern nicht nur um die Fahrzeuge, sie wollen auch die nötige Infrastruktur schaffen. Das heißt: Es werden Ladestationen geschaffen, an denen grüner Strom getankt werden kann – in Parkhäusern, vor Supermärkten oder auf den großen Parkplätzen von Wuppertaler Unternehmen.
Damit stellt sich Wuppertalaktiv einer gewaltigen Herausforderung, die ohne engagierte Partnern nicht zu realisieren wäre. Jörg Heynkes geht beispielgebend voran und hat bereits zwei Elektrofahrzeuge bestellt. Ende des Jahres, spätestens Anfang des nächsten Jahres, sollen die 100 Elektrofahrzeuge medienwirksam durch eine überdimensionale Steckdose fahren. Damit dies gelingt, ist noch eine Menge Arbeit nötig, und es werden noch sehr viele Partner gebraucht. Weitere Informationen zum Projekt und zu den Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie hier.
Offizieller Start: Am 22. Mai 2012 lädt Wuppertalaktiv ab 19.30 Uhr in das Parkhaus am Johannisberg zu einer Informationsveranstaltung ein. Auf der Parkebene 7 stellen die Anbieter verschiedener Elektrofahrzeuge ihre Wagen vor, es gibt Vorträge – und es ist möglich, eine Probefahrt zu machen.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Analyse der Rückspeisefähigkeit von Gleichstromnetzen

Master-Thesis

Analyse der Rückspeisefähigkeit von Gleichstromnetzen
in Oberleitungsbus-Systemen

Oberleitungsbusse können einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten, insbesondere wenn die erforderliche elektrische Energie zunehmend aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Das existierende O-Bus-Gleichstromnetz in Solingen verbindet die eingesetzten O-Busse energetisch. Dies ermöglicht es theoretisch, dass die bei einer Talfahrt frei werdende Lageenergie an die bergfahrenden Busse übertragen werden kann. Derzeit sind allerdings wesentliche Characteristika des installierten Gleichstromnetzes unbekannt, sodass eine Berechnung möglicher Umweltvorteile des Solinger Bussystems im Vergleich zu Bussystemen unter Einsatz von Diesel-Bussen nicht hinreichend genau möglich ist. Insbesondere bestehen Unsicherheiten über den Leistungsfluss innerhalb des Gleichstromnetzes und darüber, ob in Zeiten eines Angebotsüberschusses an elektrischer Energie eine Rückspeisung in das öffentliche Drehstromnetz erfolgen kann. Das Ziel der Master-Thesis ist daher die Analyse der Rückspeisefähigkeit des in Solingen installierten O-Bus-Gleichstromnetzes. Dabei sollen die folgenden Punkte detailliert untersucht und bearbeitet werden:
  • Detail-Analyse und Aufbereitung der Problemstellung.
  • Ermittlung der für die Analyse erforderlichen Daten; in enger Zusammenarbeit mit den Solinger Verkehrsbetrieben sind die Struktur und die Betriebsmitteldaten des Gleichstromnetzes zu identifizieren.
  • Analyse der derzeitigen Netzstruktur, Abbildung von Gleichrichtern als Einspeisungspunkte und O-Bussen als Verbrauchern, Aufbau eines rechnergestützten Netzmodells zur Berechnung der Leistungsflüsse im Gleichstromnetz.
  • Prinzipielle Bewertung der Rückspeisefähigkeit des vorhandenen Netzes 
  • Definition der maximalen Belastungsszenarien des Netzes, Bestimmung der erforderlichen Übertragungskapazität der einzelnen Komponenten, Ableitung des Ausbaubedarfs des Netzes. 
  • Kostenabschätzung für die Ausbaumaßnahmen.
Betreuer:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Zdrallek N. Neusel-Lange, M.Sc.

BERGISCHE UNIVERSITÄT WUPPERTAL
Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek