Willkommen beim VCD Regionalverband Bergisches Land e.V.

Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos, mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den VCD aus.
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Sonntag, 30. August 2015

Elektromobilität im Solinger ÖPNV

Ansatz des Verkehrsclubs Deutschland Regionalverband Bergisches Land e.V.

Elektromobilität ist in Solingen selbstverständlich

Seit über 60 Jahren sind O-Busse das Rückgrat des Solinger ÖPNV. Täglich werden mit den 50 O-Bussen der Stadtwerke ca. 54.000 Fahrgäste befördert (Zählung 2008). Dies entspricht der Verkehrsleistung von ca. 13.000 privaten Autos. Mit diesem Pfund sollte gewuchert werden. Ersetzten Elektroautos Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, würde das die Belastung der Straßen nicht vermindern. Eine Ausweitung des O-Bus-Verkehrs auf weitere, bisher mit Dieselbussen betriebene Linien wäre hinsichtlich des Klima- und Umweltschutzes wesentlich wirkungsvoller als eine Förderung von Elektroautos. Ein wesentlicher nicht zu vernachlässigender Effekt ist die Verringerung der Lärmemissionen von O-Bussen gegenüber Dieselbussen, besonders an Steigungsstrecken und Haltestellen.
Der VCD Bergisches Land hat in 2012 wissenschaftliche Studien zum O-Bus-Verkehr initiiert. Die beiden Bachelor-Arbeiten an der Universität Wuppertal und der TH Aachen kommen zu dem Schluss, dass der O-Bus-Betrieb in Solingen sowohl aus Umweltsicht als auch finanziell günstiger ist als ein Busverkehr mit Dieselfahrzeugen.

Es freut uns besonders, dass die Stadtwerke Solingen nun die Entwicklung neuer Elektro-Busse vorantreibt.

Diese sollen auch auf nicht mit Oberleitung ausgestatteten Strecken rein elektrisch angetrieben werden – bisher wird das durch zusätzliche Dieselaggregate ermöglicht. Die stattdessen notwendigen Batterien sollen während der Fahrt auf Teilstrecken mit Oberleitung aufgeladen werden. Es erscheint sinnvoll, das Oberleitungsnetz dafür gezielt zu erweitern.

Erweiterung des O-Bus-Netzes in Solingen

Derzeit ist das Stadtgebiet relativ gleichmäßig mit Oberleitungs-Strecken abgedeckt. Dennoch gibt es einige mehr oder weniger lange Linienabschnitte ohne Oberleitung. Diese komplett mit Oberleitung zu versehen, dürfte derzeit weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll sein, da dort zum Teil wenig Busse verkehren.
Am ehesten erscheinen Lückenschlüsse im Oberleitungsnetz dort sinnvoll, wo ein relativ dichtes Fahrtenangebot herrscht, deutliche Steigungen zu bewältigen sind und die Stromversorgung durch vorhandene Unterwerke sichergestellt ist. Dies trifft vor allem auf folgende Strecken zu:
  1. Scheidter Str. - Frankenstr. 
  2. Bebelallee 
  3. Abteiweg – Gerberstr. - Huttenstr. 
  4. Klingenstr.
Diese Strecken werden heute überwiegend von den Linien 693 und 695 befahren. Es wäre daher sinnvoll, auf diesen Linien mit den neuen Bussen zu experimentieren. Dort dürfte es nach dem Ausbau des Oberleitungsnetzes möglich sein, mit geringem Batterieeinsatz die übrigen, nicht mit Oberleitung versehenen Abschnitte zu überbrücken.
Mit den vorgenannten Ergänzungen erscheint es möglich, ca. 90% des gesamten Busverkehrs in Solingen rein elektrisch zu betreiben. Problematisch blieben die Abschnitte
Aufderhöhe – Höhscheid,
Hauptbahnhof - Aufderhöhe – Rupelrath,
Aufderhöhe – Hauptbahnhof – St.-Lukas-Klinik,
Kannenhof – Stadtmitte und
Katternberg – Stadtmitte.
Bis auf den relativ kurzen Abschnitt Hauptbahnhof – Aufderhöhe (Siebels) dürfte dort eine Strecken-Elektrifizierung in näherer Zukunft unwirtschaftlich sein.

Erweiterung des O-Bus-Netzes über Solingen hinaus

Bereits heute fahren die Solinger O-Busse nach Wuppertal-Vohwinkel. Dort wäre es am leichtesten, mit weiteren Strecken anzuknüpfen. In Europa gibt es viele Beispiele, wo O-Bus-Netze ausgebaut werden. Die damit häufig verbundenen Genehmigungsprobleme kann man, wie in Landskrona (Schweden), dadurch umgehen, dass man die Masten der Straßenbeleuchtung für die Aufhängung der Oberleitung nutzt.
Selbstverständlich wäre auch in Remscheid der Aufbau eines O-Bus-Netzes wegen der ähnlichen Topographie und zur Reduzierung der Lärmbelastung sinnvoll. Damit könnte das Bergische Land in Deutschland eine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität übernehmen.

Dienstag, 4. August 2015

Remscheid | Tag der Vereine 2015 | Stand

Am 16. August 2015 werden sich über 100 Remscheider Vereine am sechsten "Tag der Vereine" im Innenstadtbereich präsentieren. Auch wir sind dabei auf Stand 45 auf der Alleestraße vor der Hausnummer 34 informieren wir über der ökologischen Verkehrsclub Deutschland und unsere Themen in den Bergischen Städten: Remscheid - Solingen - Wuppertal.

Stadt Remscheid - Tag der Vereine 2015

Donnerstag, 23. Juli 2015

Nie mehr Stau – Nie mehr SEV

Mit einem halben Jahr Verspätung kann man jetzt sowohl ganz im Westen als auch im Osten Solingens jubeln: Die beiden wichtigsten Verkehrsprojekte der letzten Jahre sind so gut wie abgeschlossen. An der Autobahnauffahrt A3 kann der Verkehr künftig zügig fließen und die Müngstener Brücke ist fit für die nächsten 30 Jahre – hoffentlich auch wieder für Güterverkehr. Die vielen langen Sperrzeiten der Brücke mit Bussen im Schienen-Ersatzverkehr (SEV) gehören nun der Vergangenheit an.

Projekte der letzten 10 Jahre

Überhaupt hat sich in Solingen in den letzten 10 Jahren einiges getan in Sachen Verkehr. Und zwar ohne viel Geld auszugeben oder die Umwelt zu belasten, das freut den VCD. Der Bau der beiden Bahnhöfe Solingen-Mitte und Grünewald hat den ÖPNV nachhaltig gefördert, der Umbau der Korkenziehertrasse zum Rad- und Gehweg war der Auftakt zur Förderung des Radverkehrs. Am Runden Tisch Radverkehr wurde zunächst der Fahrradstadtplan erarbeitet und daraus das Radverkehrskonzept entwickelt. Endlich wurden auch mehr Tempo-30-Zonen ausgewiesen, um Radfahrer und Fußgänger zu schützen.

Sieg der Vernunft

Wichtig war auch, sich von lange gepflegten Wolkenkuckucksheim-Planungen zu verabschieden: Westumgehung Solingen, Verlängerung der Viehbachtalstraße oder Bahntunnel unter der Innenstadt. Solche Baumaßnahmen hätten enorme Summen verschlungen und haben über Jahrzehnte vernünftige Lösungen behindert.

Was kommt noch?

Einige dieser vernünftigen Projekte stehen noch aus: Der Doppelkreisel am Dickenbusch wurde vom VCD ins Spiel gebracht und hat sich schließlich erfreulicherweise durchgesetzt. Die Kreuzung Schlagbaum muss dringendst für Radfahrer sicher gemacht werden, die Pläne dazu liegen bei der Verwaltung in der Schublade. Die bisher umgesetzten und bereits beschlossenen Umbauten an der Konrad-Adenauer-Straße finden hingegen nicht unseren Beifall – ein Ausreißer in der positiven Bilanz. Am Hauptbahnhof haben nach vielen Verzögerungen die Arbeiten zur Erhöhung der Bahnsteige begonnen, wichtig für die Anbindung Solingens an den Fernverkehr.

Fazit

Solingen ist auf dem richtigen Weg, das Tempo muss aber noch erhöht werden. Schließlich stehen große Herausforderungen in Sachen Klimaschutz an. Da sind in erster Linie der Ausbau des O-Bus-Netzes - als Vorbild für das übrige Bergische Land und darüber hinaus – und die Umsetzung des Radkonzeptes zu nennen. In Sachen E-Mobilität hauptsächlich auf Elektroautos zu setzen, hält der VCD für eine Sackgasse. Die Verkaufszahlen von Pedelecs (E-Bikes) geben die Richtung vor.
Reiner Nießen
VCD Bergisches Land
Tel. 0212/2436664

Dienstag, 28. April 2015

EINLADUNG Mitgliederversammlung 2015

Liebes Mitglied und Angehörige, der VCD RV Bergisches Land lädt hiermit herzlich zu seiner Mitgliederversammlung 2015 ein. Sie findet statt am
Dienstag, dem 02.06.2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr
im ehemaligen Bahnhof Mirke, Mirker Straße, 42105 Wuppertal
  1. Der Vorstand des VCD Regionalverbands Bergisches Land hat sich nach wie vor sehr intensiv um aktuelle Verkehrsprojekte gekümmert.
  2. Schwerpunktthemen waren und sind noch immer Mobilität 60+, E-Mobilität, Fahrradförderung für Schüler, Bürgerticket und Tempo 30. 
  3. Ende 2014 wurde die Müngstener Brücke endlich wieder für den regelmäßigen Zugverkehr freigegeben. Die Sanierung ist aber noch lange nicht abgeschlossen und wird uns weiterhin beschäftigen. 
  4. Der vom VCD angestoßene Ausbau der Autobahnanschlussstelle Solingen (A3) sollte im Dezember 2014 beendet sein, leider war dort aber immer noch eine Baustelle. Wir kämpfen weiter gegen die immer wieder geforderten 5 km überflüssige Autobahn.
Für das laufende Jahr war und ist der Vorstand des VCD BL in etlichen Veranstaltungen eingespannt:
  1. Info-Stände beim Mobilitätstag an der Nordbahntrasse am 19. April, beim Innovationstag der Friedrich-Ebert-Stiftung in Solingen am 4. Mai, beim Tag der Vereine in Remscheid am 16. August und beim Fest „Leben braucht Vielfalt“ in Solingen am 19. September. 
  2. In Wuppertal steht die Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplans an. Es wird evtl., wie in Solingen, einen Fahrgastbeirat geben. Erste Gespräche haben stattgefunden.
Die aktive Arbeit bei uns vor Ort wird leider nach wie vor nur von wenigen Mitgliedern geleistet; daher sind die Möglichkeiten für Aktionen beschränkt. Weitere Aktive sind herzlich willkommen.

Dieses Jahr ist kein neuer Vorstand zu wählen.
Für die Mitgliederversammlung ist folgende Tagesordnung vorgesehen:
  1. Begrüßung 
  2. Bericht des Vorstands über die Situation des Regionalverbands 
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer 
  5. Aussprache 
  6. Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstands 
  7. Wahl des Delegierten zur Landesdelegiertenversammlung 
  8. Neue Aktivitäten, Programmgestaltung 
VCD Regionalverband Bergisches Land

Tag gegen Lärm: Verkehr mit allen Mitteln leiser machen

Technische Maßnahmen haben Grenzen − Verkehrsvermeidung und -beruhigung wirken sofort − Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen


Anlässlich des morgigen Tags gegen Lärm fordert der ökologische Verkehrsclub VCD die Bundesregierung, Länder und Kommunen auf, alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Verringerung von Verkehrslärm umzusetzen. Denn Lärm macht krank, bereits unsere Jüngsten − und die Straße ist weiterhin der Lärmverursacher Nummer Eins.
Täglich sind Kinder auf dem Weg zur Schule, in den Kindergarten oder die Freizeit von Lärm betroffen. Durch den Krach des Straßenverkehrs leiden Unterhaltungen mit Freunden. Im Unterricht sinken als Folge der Lärmbelastung Konzentration sowie Lern- und Leistungsfähigkeit. Während die Auswirkungen des Verkehrslärms bekannt sind, setzt die Politik immer noch einseitig auf passiven Lärmschutz, ohne die Ursachen des Verkehrslärms zu bekämpfen.
Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Noch immer werden nicht alle Möglichkeiten der Lärmreduzierung ausgeschöpft, vor allem fehlt es an einem umfassenden, verkehrsträger-übergreifenden Ansatz. Neben den Versuchen, Lärm auszusperren, beispielsweise mit Hilfe von Schallschutzfenstern, oder ihn technisch an Fahrzeugen und Reifen zu minimieren, was auch nur begrenzt hilft, müssen endlich nichttechnische Instrumente wie die Verkehrsvermeidung und -verlagerung angewandt werden.”
Die Grundvoraussetzung ist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD eine nach Lärmgesichtspunkten ausgerichtete Stadt- und Raumplanung. Hier spielen die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs und die Schaffung eines attraktiven Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) entscheidend hinein. Denn Fakt ist, bester Lärmschutz ist Lärm, der gar nicht entsteht.
Darüber hinaus müssen die zur Verfügung stehenden verhaltensverändernden und ordnungspolitischen Instrumente konsequenter eingesetzt werden. Beispiel Tempolimits: Wird das Tempo von 50 km/h auf 30 km/h abgesenkt, wird nicht nur der Lärm reduziert − und zwar um rund drei Dezibel, u. a. aufgrund des gleichmäßigeren Verkehrsflusses − auch die Sicherheit, insbesondere für Kinder, wird erhöht.



Kommunen sollten darum für die Gestaltung des Verkehrs vor Ort mehr ordnungsrechtliche Möglichkeiten erhalten, so wie es die Verkehrsminister der Länder auf ihrer Frühjahrstagung im April gefordert haben. Umgekehrt müssen die Kommunen zeitlich beziehungsweise lokal begrenzte Geschwindigkeitsreduzierungen dort einführen, wo es im Rahmen der heutigen Gesetzgebung schon möglich ist.



Michael Ziesak betont: „Damit die Lärmbelastung spürbar sinkt, brauchen wir zwingend eine verstärkte Umsetzung nichttechnischer Maßnahmen, plus ambitionierte politische Rahmenbedingungen. Allein technische Maßnahmen werden in den kommenden Jahren keine Entlastung bringen.”
Schließlich appelliert der VCD an die Bevölkerung. Wir alle können Bus und Bahn statt des eigenen Autos nutzen. Wir können das Fahrrad in den Alltag integrieren − auch auf Schul- und Kitawegen. Wie viel Lärm der Verkehr verursacht, liegt nicht zuletzt an uns selbst. Kommunen und Politik sollten dafür positive Anreize setzen.



Für Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.org

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ärger um A3-Anschlussstelle

Lokalzeit Bergisches Land vom 17.12.2014 - WDR MEDIATHEK

Pendler wütend über Endlos-Stau - solinger-tageblatt.de

Pendler wütend über Endlos-Stau - solinger-tageblatt.de: "VERKEHRSCLUB
Nach Öffnung der A 3-Anschlussstelle in
Immigrath stauten sich gestern Morgen
die Fahrzeuge auf der Bundesstraße 229
sogar bis weit über Landwehr hinaus.
Fotos: Christian Beier
NewsSuite


KRITIK Reiner Nießen vom Verkehrsclub Deutschland spricht von einem „vergifteten Weihnachtsgeschenk“. Er kritisiert den Landesbetrieb Straßen aufs Schärfste: „Da wird nach fünf Monaten Bauzeit die Sperrung der BAB-Abfahrten aufgehoben, ohne dass sich etwas auf der B 229 geändert hat. Die Verantwortlichen sollten sich schämen.“"